Die verbotene Stadt Wünsdorf
Unweit von Berlin befindet sich die Stadt Zossen mit einem 11 km langen Rundweg. Im Inneren erschliesst sich ein Areal. Die verbotene Stadt. Wünsdorf. Zu DDR Zeiten war dieses Areal ein weißer Fleck auf der Karte. Doch warum? Es war der größte militärische Stützpunkt der Sowjetunion weltweit, komplett hermetisch abgeriegelt. Es war ab 1945 der Hauptgefechtsstand der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und der sowjetischen 16. Luftarmee. Hier lebten knapp 5000 DDR Bürger, der Rest, ca 75000 Menschen, waren Soldaten der russischen Armee mit ihren Angehörigen. Zutritt zum Areal? Verboten. Es existierte schlichtweg nicht.Um die Versorgung zu gewährleisten fuhr täglich ein Zug von Moskau nach Wünsdorf und brachte Materialien, Güter und Nahrungsmittel.
Das Besondere, die Stadt war komplett autark. Neben Schulen, Krankenhäusern, Schwimmbäder, Sporteinrichtungen u.s.w fand man alles, was zum Leben und zur militärischen Führung benötigt wurde. Die soldaten hattean allerdings kein leichtes Leben. Der Drill, die Bestrafungen und die Anforderungen waren ziemlich hoch gesteckt ( siehe auch –> hier )
Doch die Geschichte geht weiter zurück. Schon im Jahre 1910 wurde Wünsdorf als Truppenübungsplatz genutzt. Im 2. Weltkrieg diente es als Zentrale des Oberkommandos des deutschen Heeres (OKH ) mit riesigen Bunkeranlagen, die heute noch teilweise zu besichtigen sind.Und Wünsdorf hatte viele Funktionen 1914 – 1916 war es Militärturnanstalt. 1924 wurde die Schule dann in die Heeressportschule umgewandelt im Hinblick auf die Teilnahme an den olympischen Sommerspiele 1928.
1976 entstand im Diorama ein Kunstwerk, welches als Geschenk an die damalige DDR gedacht war und die Schlacht um den Reichstag von 1945 darstellte. Die Wandbemalung ging nahtlos in die davorbefindlichen Gegenstände über. Als die Sowjetarmee 1994 das Gelände verließ, wurde dieses Kunstwerk abgebaut und nach Moskau überführt, wo man es heute besichtigen könnte.
Heutzutage ist dieser Komplex ein Lost Places. Das Betreten ist verboten. Der Komplex wird 24/7 streng bewacht. Zutritt bekommt man über geführte Touren. Wer kann , sollte es machen. Über —> diese Seite kann man eine Tour buchen.
weiter Fotos könnt ihr —> hier sehen:
















